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Hohe Mietbelastung in Freiburg

Mieterverein ehrte treue Mitglieder

Berichtete über die Wohnungspolitik in Freiburg: Walter Krögner (rechts) zusammen mit dem Vorstand des Mietervereins

Auf seiner Jahreshauptversammlung am vergangenen Samstag, dem 4. Mai, konnte der Mieterverein Regio Freiburg 9 langjährige Mitglieder ehren. Ein Mitglied wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet und 8 Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft. Vorsitzender Manfred Wolf bedankte sich im Namen des gesamten Vorstands bei den Jubilarinnen und Jubilaren für die langjährige Treue. Besonders hob Wolf den Umstand hervor, dass die Mitglieder nicht nur in Zeiten von Auseinandersetzungen mit Vermietern im Verein bleiben. Dies sei eine besonders solidarische Haltung, denn nur durch verlässliche Beitragseinnahmen sei es möglich, eine kontinuierliche Unterstützung und Beratung für die die mehr als 10.000 Mitglieder anzubieten und sich auch in der wohnungspolitischen Diskussion vernehmbar zu Wort zu melden.

Mietspiegel anders berechnen

An wohnungspolitischem Gesprächsbedarf gebe es in Freiburg und der Region jede Menge zu tun, so Walter Krögner, stellvertretender Vorsitzender des Mietervereins Regio Freiburg, in seinem Referat zur aktuellen Wohnungspolitik in Freiburg. Mit Blick auf den Mietspiegel unterstrich Krögner die alte Forderung des Mietervereins Regio Freiburg, den Erhebungszeitraum für den Mietspiegel freizugeben und nicht mehr nur Mieten einfließen zu lassen, bei denen sich innerhalb der zurückliegenden 4 Jahre eine Änderung (also in der Regel eine Mieterhöhung) ergeben habe. Aktuell mindere der Mietspiegel die Auseinandersetzungen und trage zur Abflachung der Mietpreisentwicklung bei. Nicht zu übersehen sei aber, dass der Mietspiegel, so wie er derzeit erhoben werde, de facto ein Mieterhöhungsspiegel sei. Dies gelte es abzustellen. Die Bundespolitik forderte Krögner zum entsprechenden Handeln auf. Dies sei auch den örtlichen Bundestagsabgeordneten auf den Weg gegeben worden. Auch der Freiburger Gemeinderat, dessen Mitglied Krögner ist, hatte einstimmig einen Brief an den Städtetag und das Bundesjustizministerium verabschiedet, der die Aufhebung der 4-Jahresfrist fordert.

Hohe Mietbelastung in Freiburg

Wohnungspolitisches Handeln sei in Freiburg besonders wichtig, da auf Grund der vergleichsweise niedrigen Einkommen die durchschnittliche Mietbelastung bei 40% angelangt sei. Das bedeute, dass all diejenigen, die weniger als durchschnittlich verdienen, z.T. mehr als 50% allein für das Wohnen ausgeben müssten. Dies berge politischen Sprengstoff.

Leerstand von Wohnungen melden

Als einen Punkt zum Handeln nannte Krögner auch die Zweckentfremdung von Wohnraum und bat die Anwesenden, seit längerem leerstehende Wohnungen und Häuser der Zweckentfremdungsstelle der Stadt:

leerstand@stadt.freiburg.de zu melden. Künftig werde die Stelle mit einer zusätzlichen Personalstelle ausgestattet und könne somit entschiedener gegen Wohnungsleerstand vorgehen.